Die AfD-Fraktion im Stadtrat Kaiserslautern stellt in Reaktion auf den “Rheinpfalz”- Artikel “Große Wasserfläche statt Lauter-Rinnsal in Kaiserslauterer City gefordert“ vom 27. Juli 2026 nochmals klar, warum sie sich gegen eine teilweise künstliche Freilegung der Lauter auf der Theaterwiese ausgesprochen hat.

Fraktionsvorsitzender Dirk Bisanz erklärt: “Was hier geplant war, ist ein Etikettenschwindel. Die groß angekündigte Freilegung hätte keinen Bachlauf oder gar Fluss geschaffen, sondern allenfalls ein Rinnsal. Grundsätzlich mag ein fließendes Gewässer in der Stadtmitte attraktiv sein, aber dann muss dies Teil eines schlüssigen Gesamtkonzepts sein. Eine große Wasserfläche ist denkbar, dann aber nur im Zuge einer umfassenden Neugestaltung des gesamten Areals, die dann beispielsweise auch den Theatervorplatz, die Grünflächen am Rathaus und das Dach der Tiefgarage einbezieht. Für all das ist aber zum einen aufgrund der desolaten Haushaltsssituation kein Geld da, und zum anderen stehen erst einmal ganz andere Herausforderungen an: Die notwendige Rathaussanierung – von der Alternative eines Neubaus gar nicht zu reden – wird Kosten von mindestens 125 Millionen Euro veranschlagen, plus den Aufwand für die temporäre Auslagerung der Verwaltung und wird das Areal auf viele Jahre erneut in eine Dauerbaustelle verwandeln. Dieses Thema ist weit dringlicher als das aktionistische Projekt einer Lauter-Freilegung, das ohnehin nur Stückwerk wäre und unnötige Kosten verursacht.

Bisanz weiter: “Gerade der Verein für Baukultur und Stadtgestaltung, der nun öffentlich über die Absage des Freilegungsprojekts beklagt, sollte sich eigentlich zunächst einmal um akutere Missstände im Umfeld von Rathaus und Theater sorgen als um ein freigelegtes Bächlein. Hier liegt nämlich so manches im Argen: Immer wieder fällt eine gewisse einschlägige Problemklientel durch Gewaltexzesse, Vandalismus und Vermüllung des öffentlichen Raums auf. Erst vor kurzem kam es hier erneut zu einer blutigen Messerattacke, der zweiten binnen weniger Monate. Übrigens erfährt die Öffentlichkeit trotz der dort aktiven öffentlichen Videoüberwachung erstaunlicherweise nichts über die Täter. Die Stadt sollte erst einmal diese Probleme in den Griff bekommen, ehe sie Landschaftsarchitekten und Stadtentwässerung wegen ein paar Meter plätschernder Lauter auf den Plan ruft.”